UNSER ANGEBOT

ARBEITSPLATZBEZOGENE THERAPIE (ABT) DER BERUFSGENOSSENSCHAFTEN

Bei Arbeitsunfähigkeit nach Unfällen / Verletzungen und Erkrankungen verläuft der Heilungsprozess bis hin zur Wiederaufnahme der beruflichen Tätigkeit oftmals verzögert. Die arbeitsplatzbezogene Therapie geht heute davon aus, dass eine an den beruflichen Anforderungen orientierte Rehabilitation die Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit erheblich beschleunigen kann. Zusätzlich entstehende negative Kontextfaktoren wie zum Beispiel reduzierte Leistungsbereitschaft, Angst vor Überbelastung / Überforderung und ein übersteigertes Schmerzempfinden werden dadurch in ihrer Ausprägung frühzeitig gebremst.

Grundvoraussetzung für die Teilnahme an einem arbeitsplatzbezogenen Therapieprogramm ist die Belastungsstabilität der betroffenen Körperstrukturen, ein medizinisch stabiler Gesundheitszustand, sowie arbeitsplatzrelevante funktionelle Einschränkungen.

Die Grundlage eines arbeitsplatzbezogenen Therapieprogramms bildet stets der Profilvergleich zu Beginn der Maßnahme. Hierbei werden im Rahmen der Funktionellen Jobanalyse arbeitsplatzspezifische Anforderungen erhoben, den funktionellen Fähigkeiten des Probanden gegenübergestellt und so die noch zu trainierenden Defizite ermittelt. Innerhalb des anschließenden Trainingsprogramms werden unter Beachtung der trainingstherapeutischen Prinzipien arbeitsplatzspezifische Belastungen trainiert und durch die Arbeitssimulation konditioniert. Beides stellt wiederum den Kernprozess der arbeitsplatzbezogenen Therapie dar.

Folgende Inhalte bilden die Kernmaßnahmen eines arbeitsplatzbezogenen Therapieansatzes:

1. Bestimmung der individuellen arbeitsplatzbezogenen Anforderungen durch die Funktionelle Jobanalyse

2. Bestimmung der Diagnose und arbeitsplatzbezogenen relevanten Defizite durch den EFL-Screening-Test (EFL= Evaluation der Funktionellen Leistungsfähigkeit nach Isernhagen)

3. Training der arbeitsplatzspezifischen Belastungen im EFL-Screening-Training

4. Feststellung der arbeitsplatzspezifischen Belastbarkeit durch einen abschließenden EFL-Screening-Test

Die Wiederherstellung der arbeitsplatzspezifischen Belastbarkeit und somit die Rückkehr an den zuletzt ausgeübten Arbeitsplatz ist stets das Primärziel eines arbeitsplatzbezogenen Rehabilitationsprogramms.

Für den betroffenen Patienten sind die Vorteile an der Teilnahme an einem arbeitsplatzspezifischen Trainingsprogramms besonders zu sehen in:

  • - Erlernen optimaler Arbeitshaltungen
  • - Training von ökonomischen und sicheren Arbeitstechniken
  • - Wahrnehmung der eigenen berufsspezifischen Belastungen
  • - Wiederherstellung der arbeitsplatzspezifischen Belastbarkeit

Im Rahmen der berufsgenossenschaftlichen Heilverfahren ist das ARC Leipzig für die Einzelverordnung der ABT (Ziffer 11.5) zugelassen.